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Ein Zentrum für den ersten Weltkrieg – für alle Altersgruppen konzipiert

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Veröffentlicht am August 1 2018

Das Sir John Monash Centre, Australiens neues Informationszentrum über die früheren Schlachtfelder an der Westfront des ersten Weltkriegs, wurde für alle Altersgruppen entworfen, insbesondere stehen aber die jungen Menschen im Fokus.

Die australische Regierung will, dass eine neue Generation Menschen mehr über die außergewöhnlichen Australier erfährt, die ihre Arbeit aufgaben und ihren Familien Lebewohl sagten, um in einem Krieg auf der anderen Seite der Welt zu dienen.

Als Teil des britischen Königreichs entsandte Australien während des ersten Weltkriegs 295.000 Soldaten nach Frankreich und Belgien, um die alliierten Kräfte zu unterstützen. Mehr als 130.000 wurden verwundet und ungefähr 46.000 wurden im Krieg getötet.

Die Soldaten der Australian Imperial Force wurden ursprünglich in die Türkei gesendet, als der Konflikt sich aber nach Europa verschob, konzentrierten sie sich darauf, die Städte und Dörfer Frankreichs und Belgiens zu retten. Drei lange Jahre, von 1916 bis 1018 kämpften sie in den schlammigen und blutigen Schützengräben an der Westfront.

Der französische Premierminister Georges Clémenceau bedankte sich persönlich bei den australischen Truppen für den Schutz der Menschen und Kinder Frankreichs:

„Die Menschen in Frankreich haben viel von Euch erwartet. … Wir wussten, dass Ihr einen harten Kampf führen würdet, aber wir wussten nicht, dass Ihr von Anfang an den ganzen Kontinent in Erstaunen versetzen würdet,“ sagte Herr Clémenceau.

1938 baute die australische Regierung das Australian National Memorial, die australische nationale Gedenkstätte in Nordfrankreich auf dem Militärfriedhof in Villers-Bretonneux. Der Friedhof ist der letzte Ruheort für 2.144 Soldaten der Truppen des Commonwealth und die Wände der australischen nationalen Gedenkstätte erinnern an die mehr als 10.700 in Frankreich verstorbenen Australier, von denen keine Gräber bekannt sind.

Achtzig Jahre nach der Eröffnung der australischen nationalen Gedenkstätte, am hundertsten Gedenktag des ersten Weltkriegs, wendet sich Australien nun mit dem Sir John Monash Centre an eine neue Generation.

Das Sir John Monash Centre präsentiert Geschichte auf eine neue und spannende Art und Weise – mit einem multimedialen, die Sinne stimulierenden Erlebnis. Mit 440 Bildschirmen, die Archivmaterial und historische Nachbildungen projizieren – eine Galerie hat allein 186 Bildschirme – werden die Besucher mit der Sir John Monash Centre App durch das Zentrum geleitet. Die kostenlose App ist ein virtueller Tourführer, mit dem die Besucher den Ort in ihrem eigenen Tempo auf Englisch, Französisch oder Deutsch erleben können.

Die Geschichten der Australier an der Westfront werden von Soldaten auf der Grundlage ihrer persönlichen Erfahrungen erzählt. Im Durchschnitt waren sie 23 Jahre alt, viele waren auch viel jünger. Der Jüngste war ein 14-jähriger blinder Passagier.

Männer und Jungen schrieben sich aus vielen verschiedenen Gründen ein, oft suchten sie einfach nach einem Abenteuer. Die Realität war jedoch schrecklich – sie standen wochenlang in matschigen und von Ratten übersäten Schützengräben in eisiger Kälte, ohne Dusche und mit rationierten Lebensmittelpackungen.

So weit von zu Hause entfernt, vermissten sie ihre Familien und sehnten sich nach der Wärme und den Weiten Australiens.

Ihre Werte werden heute als integraler Bestandteil der australischen Lebensart betrachtet – Mut, Initiative, Fairness und Kameradschaft – und diese sind im Sir John Monash Centre verankert, dem nach einem der größten Militärkommandeure Australiens benannten Außenposten des 21. Jahrhunderts.

Weitere Informationen über das Sir John Monash Centre finden Sie auf www.sjmc.gov.au

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